Kurz und Knapp, einige Infos zur Baugenehmigung.

 

Das sollten Sie wissen:

Baugenehmigung: Was ist das? Die Baugenehmigung ist die Erlaubnis des Bauamtes, dass Sie so bauen können wie geplant und in den Bauvorlagen beschrieben. Die Baugenehmigung enthält die behördliche Feststellung, dass dem Bauvorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen. Ein Bauherr, der ein Gebäude ohne Baugenehmigung errichtet, riskiert neben empfindlichen Bußgeldern den Abriss des Gebäudes.

Was muss genehmigt werden? Die Regelungen sind hierzu leider nicht ganz einheitlich und können sich -abhängig vom Bauort- unterscheiden. Unser Tipp: Erfragen Sie frühzeitig bei Ihrer lokalen Baubehörde, ob Ihr Vorhaben genehmigungspflichtig ist und welche Auflagen Sie erfüllen müssen. Diese meist kostenlose Bauberatung bieten viele Bauämter an.

Generell bedarf es meist einer Baugenehmigung, wenn die Gestaltung, die Nutzung oder die Sicherheit (Standsicherheit, Schall- und Brandschutz) bei einem Projekt betroffen sind. Z.B. ist ein Dachausbau oft genehmigungspflichtig, da sich u.a. die Art der Nutzung ändert. Beispiele für genehmigungspflichtige strukturelle Veränderungen sind Anbauten oder Garagen. Auch bei der Außengestaltung des Hauses gibt es Vorschriften, oft für die Dachgestaltung, die Dachbedeckung und manchmal für die Vergrößerung der Fensterflächen. Bei Dach-Gauben ist daher meist eine Baugenehmigung erforderlich. Kleinere Modernisierungen (Heizungen, Fenster) und Schönheitsreparaturen im Haus erfordern dagegen keine Genehmigung.

Wie lange dauert es? Die Erteilung der Baugenehmigung erfolgt bei einfachen Projekten meist innerhalb weniger Wochen. In Ausnahmefällen kann die Bearbeitung jedoch auch bedeutend länger sein. Wenn Sie es eilig haben, beschleunigt unser professioneller Bauantrag und unsere Erfahrung mit den diversen Bauämtern Ihr Projekt.

Was kostet es? Für die Erteilung der Baugenehmigung werden Gebühren fällig. Die Höhe der Gebühren richten sich nach Art und Größe des Projektes und werden vom Bauamt festgelegt. Grob kalkulieren kann man mit einem Wert von 0,5 bis 1% der Bausumme. Bei besonderen Projekten, wie z.B. bei einigen Nutzungsänderungen können die Gebühren auch weit höher ausfallen.

Bauantrag: Was ist das? Um die Baugenehmigung zu erhalten muss der Bauherr (Eigentümer) einen Bauantrag stellen.

Der Umfang der erforderlichen Dokumente ist vom jeweiligen Bauvorhaben abhängig. In der Regel werden die folgenden Dokumente benötigt: Formblatt Bauantrag, Bauzeichnungen des geplanten Bauvorhabens im Maßstab 1:100, Detailzeichnungen, Lageplan, Baubeschreibung (Materialien und Ausstattung), Berechnungen z.B. der bebauten Fläche und des umbauten Raumes, Abstandsflächen, Nachweise zur Standsicherheit (Statik), zum Wärme-, Brand- und ggf. Schallschutz.

Wer macht das? Den Antrag muss i.d.R. ein bauvorlageberechtigter Architekt oder Bauingenieur erstellen. Dieser ist für die Richtigkeit verantwortlich. Der Antrag wird mit den Unterschriften vom Architekten und vom Bauherrn beim Bauamt eingereicht.

Was kostet es? Die Kosten für den Bauantrag richten Sich nach Art und Größe des Projektes, insbesondere nach den anzurechnenden Baukosten. Das anfallende Honorar für den Bauantrag ist in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) geregelt. Für die Erstellung eines Bauantrags für ein Wohnhaus können Sie beispielhaft mit einer Honorarhöhe von ca. 4-7% der anrechenbaren Baukosten kalkulieren. Wenn Sie einige Teilleistungen (z.B. in der Planung) selber erbringen wollen, wird dies bei uns bei der Honorarfestlegung berücksichtigt. Nutzen Sie unser Angebot für eine Erstberatung, online, per Mail oder über unsere Hotline.

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